Business Workspaces in OpenText xECM für SAP – der digitale Arbeitsplatz pro Vorgang
Warum Business Workspaces relevant sindStell dir vor, dein Team arbeitet nicht mehr in SAP-Transaktionen, E-Mail-Postfächern, Fileshares und SharePoint-Inseln – sondern in einem digitalen Arbeitsraum pro Vorgang: Bestellung, Vertrag, Anlage, Mitarbeiter, Projekt. Im Kern sind Business Workspaces prozesstreue, revisionssichere Dossiers, die SAP-Daten, Dokumente, Aufgaben und Verantwortlichkeiten entlang des gesamten Lebenszyklus bündeln – direkt im SAP-UI.
|
Was Business Workspaces wirklich leisten
Business Workspaces sind keine „schönen Ordnerstrukturen“, sondern:
-
Geschäftsobjekt-basierte Container, die automatisch aus SAP-Events entstehen
-
Eng mit SAP verknüpfte Content-Hubs, die alle relevanten Inhalte zu einem Vorgang bündeln
-
Governance-Werkzeuge, die Versionen, Freigaben, Fristen und Verantwortlichkeiten steuerbar machen
Typische Beispiele:
-
Bestellung → Purchase Order Workspace
-
Lieferant → Supplier Workspace
-
Anlage/Equipment → Maintenance Workspace
-
Vertrag → Contract Workspace
-
Mitarbeiter → HR Workspace
Jeder dieser Workspaces hat:
-
eine definierte Struktur (Ordner, Dokumententypen, Metadaten)
-
Regeln (wer darf was, wann, wie)
-
Prozesse (Workflows, Freigaben, Eskalationen)
-
Verknüpfungen zu SAP-Objekten und – falls erforderlich – weiteren Systemen (z. B. Teams, SharePoint, CRM)
Ergebnis: Ein fachlich verständliches, digitales Dossier, das SAP-Prozesse endlich „lesbar“ und prüfbar macht.

- „Single Workspace of Truth“ – alle SAP-Dokumente & Daten an einem Ort
- Automatische Erstellung der Workspaces direkt aus SAP-Prozessen
- Integrierte Governance: Versionierung, Fristen, Workflows & Verantwortlichkeiten
- Vollständig im SAP-UI sichtbar – keine zusätzliche DMS-Oberfläche nötig
- Messbare Effizienz: weniger Suchaufwand, weniger Schatten-IT, bessere Auditfähigkeit

- Fachlich verständliche Vorgangs-Dossiers für Bestellung, Vertrag, Asset, HR & Projekte
- Struktur, Regeln & Prozesse direkt im Workspace definierbar
- Hohe Transparenz: SAP-Bezüge, Versionen, Aktionen & Dokumentenhistorie
- Perfekte Unterstützung für Audits, Eskalationen und Qualitätsprozesse
- Weniger Reibungsverluste & Risiken durch eindeutige Dokumentenlenkung
Einsatzbereiche
Typische Inhalte pro Contract Workspace:
-
Vertragsdokumente inkl. aller Entwürfe und Versionen
-
Genehmigungs- und Verhandlungshistorie
-
Anhänge (z. B. Preisblätter, SLAs, NDAs)
-
Risikobewertungen, Klauselvarianten
-
Fristen (Kündigung, Verlängerung, Preisanpassung)
-
Verbindung zu Bestellungen, Projekten, Lieferanten
Nutzen:
Du kannst bei Streitfällen oder Nachverhandlungen in Minuten rekonstruieren, wer wann was beschlossen hat – inklusive Dokumentenstand und Freigaben.
Typische Workspaces:
-
Purchase Order Workspace: Bestellanforderungen, Angebote, Verträge, Lieferscheine, Reklamationen
-
Supplier Workspace: Vertragsübersicht, Qualitätsberichte, Eskalationen, Zertifikate, Auditberichte
Nutzen:
-
Alles zur Lieferbeziehung in einem Blick
-
Bessere Verhandlungsvorbereitung („Was ist in den letzten 3 Jahren passiert?“)
-
Nachvollziehbarkeit bei Qualitäts- oder Lieferproblemen
Pro Asset / Technical Object entsteht ein Workspace u. a. mit:
-
Handbüchern, Zeichnungen, 3D-Views
-
Wartungsprotokollen, Prüfnachweisen, Störungsmeldungen
-
Fotos und Videos von Schäden
-
Sicherheitsunterlagen, Zertifikate
Perfekt für:
-
technische Audits
-
Betreiberpflichten (z. B. im Energie- oder Anlagenbereich)
-
Wissenstransfer zwischen Schichten/Standorten
HR Workspaces enthalten:
-
Arbeitsverträge, Änderungsverträge, Zusatzvereinbarungen
-
Abmahnungen, Zeugnisse, Schulungsnachweise
-
sensible Dokumente mit feingranularen Berechtigungen
-
Protokollierung von Zugriffen (wichtig für DSGVO / BDSG)
-
Rechnungs-Dossiers inklusive aller Bezüge (Bestellung, Vertrag, Lieferschein, Klärungsfälle)
-
Prüf- und Freigabeunterlagen für Betriebsprüfungen
-
Verknüpfung zu steuerrelevanten Nachweisen (z. B. DRC-Protokolle, Reporting-Dokumente)
Wie Business Workspaces funktionieren
1. Workspace Templates
Für jeden Prozess definierst du Workspace Templates, z. B.:
-
„Purchase Order Workspace – EU“
-
„Contract Workspace – Rahmenverträge“
-
„Maintenance Workspace – kritische Anlagen“
In diesen Templates legst du fest:
-
Ordnerstruktur
-
Pflicht-Metadaten (z. B. Vertragsart, Kategorie, Kritikalität)
-
Dokumententypen (z. B. Vertrag, Anlage, Spezifikation, Protokoll)
-
Standard-Workflows und Zuständigkeiten
2. SAP-Eventsteuerung
Business Workspaces werden über SAP-Ereignisse angestoßen, typischerweise:
-
CREATE / CHANGE eines SAP Business Objects
-
Statuswechsel (z. B. „Freigegeben“, „In Verhandlung“, „Abgeschlossen“)
-
definierte User-Aktionen (z. B. Button „Workspace anzeigen/anlegen“)
Über die xECM-SAP-Integration werden:
-
Schlüssel aus SAP (Belegnummer, Partner, Objektschlüssel)
-
Geschäftskontext (z. B. Gesellschaft, Werk, Sparte)
-
Rollen (z. B. Sachbearbeiter, Einkäufer, Verantwortlicher) in den Workspace übernommen.
3. Metadaten- und Beziehungsmodell
Jeder Workspace und jedes Dokument erhält:
-
eindeutige IDs
-
SAP-Referenzen
-
Workspace-Zugehörigkeit
-
Typ/Zweck (z. B. „Vertrag“, „Prüfbericht“, „NDA“)
-
Lifecycle-Informationen (Entwurf, geprüft, freigegeben, archiviert)
Das ermöglicht:
-
präzise Suche
-
Berichte („Zeig mir alle Verträge mit Laufzeit > 3 Jahre, Kritikalität A“)
-
automatisierte Archivierung/ILM
4. Integration in SAP-UI & xECM-UI
-
In SAP (GUI oder Fiori) erscheint ein eigener xECM-Reiter mit dem Workspace
-
In xECM / Smart View sieht man den gleichen Workspace außerhalb von SAP – z. B. für Legal oder Management, die kein SAP nutzen
-
Optional: Integration in Microsoft Teams / SharePoint für kollaborative Arbeit
How-To: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung von Business Workspaces
Wie du Business Workspaces sauber aufsetzt:
1. Business-Scope definieren
-
Für welche SAP-Objekte starten wir? (z. B. Verträge, Bestellungen, Equipments)
-
Welche Use Cases haben den größten Hebel? (Audit, Risiko, Effizienz)
2. Workspace Designs / Templates erstellen
-
Ordnerstruktur je Prozess
-
Dokumententypen
-
Pflichtfelder & Metadaten
-
Standardprozesse (Workflows, Eskalationen, Benachrichtigungen)
3. Berechtigungskonzept aufsetzen
-
Rollenmodell (fachlich + technisch)
-
Abgrenzung je Gesellschaft/Bereich
-
HR-/Legal-Schutzräume definieren
4. SAP-Integration konfigurieren
-
Customizing der xECM-Integration
-
Eventsteuerung (wann entstehen Workspaces?)
-
Mapping von SAP-Feldern zu Metadaten
5. Pilotbereich auswählen
-
z. B. ein Werk, eine Business Unit oder ein Vertragstyp
-
enges Feedback mit Key-Usern
-
schnelle Anpassung von Templates
6. Rollout & Change Management
-
Schulungen mit Fokus auf Nutzen, nicht Technik („Wie beantwortest du Audit-Anfragen in 2 Klicks?“)
-
klare Spielregeln („Was muss wohin?“ – möglichst wenig, möglichst automatisiert)
Tipps zur erfolgreichen Einführung und Best Practices
Damit Business Workspaces nicht zur „theoretischen Lösung“ verkommen:
-
Start klein, aber Ende im Blick behalten
Lieber 3 sauber definierte Workspaces mit hohem Nutzen als 20 theoretische Modelle. -
Templates regelmäßig überprüfen
Einmal im Jahr mit Key-Usern durchgehen: „Was nutzen wir? Was fehlt? Was verwirrt?“ -
KPIs definieren
z. B. „Durchschnittliche Suchzeit“, „Zeit bis Audit-Anfrage beantwortet“, „Anteil dokumentierter Vorgänge“. -
Eng mit Governance/Compliance abstimmen
Business Workspaces sind ein Hebel für Governance – nutze das proaktiv. -
Immer SAP-Prozess + Workspace gemeinsam denken
Ein schöner Workspace ohne sauberen SAP-Prozess ist Kosmetik.
Kontakt
Wenn du Business Workspaces nicht nur einführen, sondern auch wirtschaftlich nutzen willst, brauchst du:
-
ein sauberes Zusammenspiel aus SAP-Prozess, Template-Design, Berechtigungen und Governance
-
ein Team, das sowohl SAP als auch OpenText xECM versteht
-
jemanden, der dir ehrlich sagt, was sich lohnt – und was nur „nice to have“ wäre
Genau da kommen wir ins Spiel.
Du möchtest:
-
Business Workspaces für Verträge, Anlagen, Lieferanten oder Projekte aufsetzen
-
bestehende OpenText-Installationen in Richtung „echte Dossiers“ weiterentwickeln
-
dein S/4HANA-Projekt direkt mit xECM- und Workspace-Konzept starten
-
oder ein bestehendes Workspace-Design kritisch prüfen lassen?
NEHMEN SIE JETZT KONTAKT MIT UNS AUF!
Dann lass uns sprechen.
Fink IT-Solutions – OpenText & SAP aus einer Hand.
Relevante verwandte Themen:
-
Was ist Extended ECM (xECM) und wie unterscheidet es sich vom „klassischen“ DMS?
-
Audit Trails in OpenText – wie du jede Aktion nachvollziehbar machst
-
ILM, Aufbewahrungsregeln & Löschkonzepte im SAP-/OpenText-Kontext
-
Vendor Invoice Management (VIM) und Dokumenten-Dossiers für Rechnungen
-
Integration von Microsoft Teams / SharePoint mit OpenText xECM